 |
"Stoppt das Bildungsmassaker!" Die
Politik und die Studiengebühren. Liebe Besucher, die letzten Krokodilstränen
zum Thema PISA sind noch nicht trocken, da gehen die nächsten Quärelen
zum Thema Bildung schon weiter... Info: » Über
2 Millionen Studenten: Im ganzen Land protestieren die Studenten über
die dramatische Lage an den Unis, nie waren mehr Akademiker arbeitslos. Dennoch
erfreuen die sich die Hochschulen immer größerer Beliebtheit: Erstmals
sind in Deutschland mehr als zwei Millionen Studenten eingeschrieben. Mehr Professoren
gibt es dafür nicht. So sehr die Bundesregierung darüber jubelt,
dass die Zahl der Studenten und auch die Studienanfängerquote steigen - die
Situation an den Hochschulen wird dadurch nur schlechter. Kamen 1992 schon
14,2 Studenten auf eine Lehrperson, so lag dieser Wert im vergangenen Jahr bereits
bei 15, wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte. Kein Wunder, dass das
durchschnittliche Alter der Hochschulabsolventen weiter steigt. Von 1993 bis 2002
hat es sich von 28,4 auf knapp 29 Jahre erhöht. Die durchschnittliche Fachstudienzeit
der Erstabsolventen lag im Jahr 2002 bei 10,6 Semestern, die Gesamtstudienzeit
bei zwölf Semestern. » Anfängerquote
steigt schnell: Die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz,
und des Deutschen Studentenwerks, Peter Gaethgens und Hans-Dieter Rinkens, forderten
Bund und Länder auf, aus den Zahlen zu lernen und ihre Sparvorhaben im Hochschulsektor
aufzugeben. "Diese Pläne sind absurd. Endlich bewegen wir uns auf eine
höhere Akademikerzahl zu, und jetzt soll dieser Erfolg durch massive Einschränkungen
in der Lehre wieder zunichte gemacht werden", sagte Rinkens - und wies zugleich
auf ein weiteres Problem hin: Nicht nur in den Hörsälen wird es zunehmend
eng, auch bei Wohnheimen gebe es immer mehr Lücken. Die Zahl der Professoren
stagniert seit 1994 bei ungefähr 37.000 Stellen. Insgesamt haben die Hochschulen
im Jahr 2001 28,6 Milliarden Euro ausgegeben. Das sind, so die Wiesbadener Statistiker,
zwar 32 Prozent mehr als 1992. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei
das aber "keine gravierende Steigerung": 1992 hätten die Hochschulausgaben
einem Anteil von 1,3 Prozent des BIP, neun Jahre später von 1,4 Prozent entsprochen.
Im Verlauf nur eines Jahres stieg die Zahl der eingeschriebenen Studenten
in Deutschland um 87.000 an - das ist ein Anstieg um 4,5 Prozent. Bei den Studienanfängern
betrug der Zuwachs sogar sieben Prozent. Die Quote der Studienanfänger beträgt
knapp 40 Prozent, Tendenz: steigend. Noch vor zehn Jahren nahm nur jeder Vierte
eines Jahrgangs ein Studium auf. Doch im internationalen Vergleich ist
der deutsche Wert immer noch bescheiden. Nach einer OECD-Studie führt Neuseeland
mit einer Studienanfängerquote von knapp 76 Prozent vor Finnland (72 Prozent),
Schweden (69,3 Prozent) und Polen (66,8 Prozent). » Studentenprotest
bei IKEA: Am Donnerstag staunten Berliner Schnäppchenjäger
bei der Eröffnung einer neuen Ikea-Filiale nicht schlecht. Studenten legten
sich in die Betten, protestierten gegen "Bildungspolitik im Tiefschlaf"
- und beantragten auch noch Bildungsasyl in Schweden. Zur Eröffnung einer
neuen Filiale, bereits der dritten in der Hauptstadt und der größten
in Deutschland, startete Ikea eine Werbeoffensive. Seit Wochen wird Berlin auf
Plakaten die "heimliche schwedische Hauptstadt" genannt. Und für
den Verkaufsstart in Tempelhof konnten die Marketingexperten zwecks ironischer
Kolonialisierung auch den schwedischen Botschafter gewinnen - Carl Tham, alter
Schwede, hielt die Eröffnungsrede. Und das haben die Möbelstrategen
nun davon: Gleich zu Dutzenden baten Berliner Studenten am Donnerstagmorgen in
der neuen Filiale um Bildungsasyl. Auf 1000 Fluglättern erklärten sie
auch den Grund. Im Vergleich zu den maroden Berliner Hochschulen, die der rot-rote
Senat noch weiter zurechtschrumpfen will, sehen die Studenten in Schweden das
Bildungsparadies. Denn dort regne es an den Schulen nicht durchs Dach. Die Kitas
verrotteten nicht. Und an den Hochschulen fehle es nicht an Dozenten, Büchern
und Räumen. Schweden gebe 7,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukt für Bildung
aus, Deutschland dagegen nur 4,7 Prozent, rechneten die Protestler vor. Zur
gleichen Zeit schlummerten andere Studenten schon in den Betten der skandinavischen
Musterzimmer, unter dem Motto "Bildung im Tiefschlaf" und "Gute
Nacht, Berlin". Kommilitonen hängten falsche Preisschilder auf ("Dekoelement
Studieren für 500 Euro pro Semester - lernst du noch oder sparst du schon?").
Eine weitere Gruppe strich symbolisch Lehrstühle auf dem Ikea-Parkplatz.
"Da hatten Studierende mehrerer Unis die gleiche Idee, die Eröffnung
mit rund 20.000 Besuchern für öffentlichkeitswirksame Aktionen zu nutzen",
erklärt Lutz Weischer, 21. Insgesamt machten etwa 200 Studenten mit.
Die "Besucher reagierten ziemlich amüsiert und interssiert", sagt
Weischer, der im ersten Semester Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der
FU Berlin studiert. Das OSI ist inzwischen von Studenten besetzt, in der Nachbarschaft
veranstalten die Soziologen am Donnerstagabend eine Party zum Geburtstag des FU-Präsidenten
Dieter Lenzen. "Lenzen will zwar nicht kommen, aber wir feiern trotzdem",
so Lutz Weischer. » Menü:Textlinks.
Beide Menüs (links und rechts ) beliebig nach unten erweiterbar. Die
Beispiel-Textlinks sind durch Ihre Links zu ersetzen. Es können
beliebig viele Rubriken erstellt werden, die wiederum beliebig viele Links enthalten.
Hier mal beispielhaft mit 5 Rubriken.
Einstellungen: So sehen die allgemeinen Links (Links im Text)
zur Zeit aus: (Fahre mit der Maus über den Link)
Dieser Link ist ohne Ziel und dient nur zur Darstellung der Link-Formatierung.
Einstellungen oder Änderungen zu z.B. Schriftgrösse,
Schriftfarbe, Haupt-Menü und allgemeine Links o.ä. sind in der Datei
"format.css" vorzunehmen. Die CSS-Datei ist eine reine Textdatei und
kann auch anstatt per HTML-Editor mit einem reinen Text-Editor bearbeitet werden)
|  |